Was sind psychologische Selbsttests?
Psychologische Selbsttests sind Fragebögen, mit denen du deine eigene psychische Gesundheit einschätzen kannst. Sie geben dir eine erste Orientierung darüber, wie es dir gerade wirklich geht – und ob es sinnvoll sein könnte, professionelle Unterstützung zu suchen.
Wichtig ist von Anfang an: Eine Selbsteinschätzung ist kein Ersatz für eine Diagnose. Nur ein Arzt oder eine Psychotherapeutin kann feststellen, ob eine psychische Erkrankung vorliegt. Unsere Tests sind wissenschaftlich fundiert und helfen dir, erste Anzeichen zu erkennen – mehr nicht, und das ist auch gut so.
Wie zuverlässig sind Selbsttests?
Das hängt davon ab, welcher Test verwendet wird. Ein gut gemachter Selbsttest basiert auf validierten Fragebögen, die in klinischen Studien geprüft wurden.
Validierte Fragebögen vs. nicht-validierte Tests
Fragebögen wie der PHQ-9 (Patient Health Questionnaire) oder der GAD-7 sind international anerkannte Instrumente. Der PHQ-9 wird zum Beispiel von der Deutschen Depressionshilfe empfohlen und gehört zum Standard in der klinischen Praxis. Solche Fragebögen haben eine nachgewiesene Genauigkeit bei der Einschätzung von Symptomen.
Dagegen gibt es im Internet viele Tests ohne wissenschaftliche Grundlage. Sie liefern vielleicht unterhaltsame Ergebnisse, aber keine verlässliche Einschätzung. Achte deshalb darauf, dass ein Test die zugrunde liegende Methodik transparent benennt.
Grenzen und Risiken von Online-Selbsttests
Selbst ein validierter Fragebogen ist kein Diagnosewerkzeug. Er kann dir zeigen, dass bestimmte Symptome vorliegen – aber er kann nicht klären, warum das so ist. Eine klinische Diagnose berücksichtigt deine gesamte Lebensgeschichte, körperliche Erkrankungen und weitere Faktoren. Wenn dein Ergebnis auffällig ist, bitte such das Gespräch mit einem Facharzt oder einer Psychotherapeutin. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) bietet hilfreiche Informationen zu psychischen Erkrankungen und Behandlungswegen.
Hinweis: Diese Selbsttests ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Diagnose. Bei ernsthaften Beschwerden wende dich an einen Arzt oder eine Psychotherapeutin.
Unsere Selbsttests im Überblick
Alle Tests sind kostenlos, anonym und ohne Anmeldung verfügbar. Jeder Test dauert wenige Minuten und gibt dir am Ende eine erste Einschätzung deiner Symptome.
Selbsttest Angst und Angststörungen
Dieser Test basiert auf dem GAD-7 und hilft dir einzuschätzen, ob du unter einer Angststörung leiden könntest – von allgemeiner Nervosität bis hin zu starken Angstzuständen. Geeignet für alle, die sich häufig angespannt oder übermäßig besorgt fühlen.
Selbsttest Depression
Unser Depressionstest nutzt den international validierten PHQ-9. Er fragt nach typischen Symptomen wie Antriebslosigkeit, gedrückter Stimmung und Schlafproblemen – und gibt dir eine erste Einschätzung, ob professionelle Hilfe sinnvoll sein könnte.
Selbsttest Burnout und Erschöpfung
Fühlst du dich dauerhaft erschöpft, leer oder innerlich ausgebrannt? Dieser Burnout-Test prüft typische Anzeichen von chronischer Erschöpfung, emotionaler Distanz und verminderter Leistungsfähigkeit.
Selbsttest Stress
Stresssymptome können sich körperlich und seelisch zeigen. Dieser Test hilft dir zu verstehen, wie stark du aktuell belastet bist – und ob dein Stresslevel bereits ein gesundheitliches Risiko darstellen könnte.
Selbsttest Persönlichkeit und Selbstwirksamkeit
Dieser Test lädt zur Selbstwahrnehmung ein: Wie erlebst du dich selbst in schwierigen Situationen? Wie stark ist dein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten? Er richtet sich an alle, die ihre Persönlichkeit besser verstehen möchten.
Hinweis: Kein Testergebnis ersetzt eine klinische Diagnose. Bitte wende dich bei anhaltenden Beschwerden an eine Fachkraft.
Welche Selbsttests sind sinnvoll?
Am sinnvollsten sind Tests, die zu deiner aktuellen Situation passen. Wenn du konkrete Symptome wahrnimmst – zum Beispiel anhaltende Traurigkeit, Schlafprobleme oder starke Erschöpfung – dann ist ein zielgerichteter Test hilfreich, um diese Symptome frühzeitig einzuordnen.
Als erste Orientierung eignen sich validierte Fragebögen am besten. Sie wurden in der Forschung entwickelt, um bestimmte Muster einer psychischen Erkrankung sichtbar zu machen. Wenn du dir unsicher bist, wo du anfangen sollst, beginne mit dem Depressionstest oder dem Angsttest – beide decken sehr verbreitete Beschwerdebilder ab.
Denk daran: Eine Ersteinschätzung ist ein erster Schritt, kein Abschluss. Das Ergebnis kann dir helfen, das Gespräch mit einem Fachmann leichter anzufangen.
Was tun nach dem Selbsttest?
Wenn dein Ergebnis unauffällig ist, ist das eine gute Nachricht – auch wenn du das Ergebnis als Anlass nehmen kannst, auf dein Wohlbefinden zu achten.
Wenn dein Ergebnis auf eine erhöhte mentale Belastung hinweist, ist das kein Grund zur Panik, aber ein klares Signal: Such das Gespräch. Dein Hausarzt ist ein guter erster Ansprechpartner. Er kann dich beraten und gegebenenfalls an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten überweisen. Die nächsten Schritte müssen nicht groß sein – manchmal reicht ein einziges Gespräch, um Klarheit zu gewinnen.
Wenn du dich gerade in einer akuten Krise befindest oder dir Sorgen um dich selbst machst, zögere nicht, jetzt Hilfe zu holen:
- Telefonseelsorge Deutschland: 0800 111 0 111 (kostenlos, 24/7, anonym)
- Zweite Leitung: 0800 111 0 222
Professionelle Hilfe zu suchen ist keine Schwäche – es ist der mutigste Schritt, den du für dich tun kannst.
Häufig gestellte Fragen zu Selbsttests
Kann ein Selbsttest eine psychische Erkrankung diagnostizieren?
Nein. Ein Selbsttest kann dir eine erste Einschätzung geben und dabei helfen, Symptome zu erkennen. Eine Diagnose darf jedoch nur von einem approbierten Arzt oder einer Psychotherapeutin gestellt werden. Nutze das Ergebnis als Gesprächsgrundlage, nicht als Urteil.
Sind die Selbsttests anonym und kostenlos?
Ja. Alle Tests auf dieser Seite sind vollständig kostenlos und anonym – du musst dich nicht anmelden und keine persönlichen Daten angeben. Datenschutz hat für uns höchste Priorität.
Gibt es einen Test, der feststellen kann, ob ich mental gesund bin?
Kein einzelner Test kann das umfassend beurteilen. Mentale Gesundheit ist ein breites Spektrum. Unsere Tests schauen jeweils auf bestimmte Bereiche – Angst, Depression, Stress, Erschöpfung. Zusammen geben sie dir ein differenziertes Bild. Wenn du ein besseres Gesamtverständnis deines Wohlbefindens suchst, empfehlen wir, mehrere Tests zu kombinieren und das Ergebnis im Gespräch mit einer Fachkraft zu reflektieren.



